Was wir verlieren, wenn niemand mehr Verantwortung übernimmt - mit Tim Bucher
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MPE Podcast Studio: Stell dich mal vor, wer du wo du kommst, was machst du im Leben, was vibriert Ich bin Tim Bucher, ich komme aus Schaffhausen, bin seit fünf Jahren Kantonsrat. und engagiere mich seit 2017 bei der Initiative «Seven Sytoies», der der Grund war, ich die Politik eingestiegen bin. In 2019 warst ein Vorredner der Initiative. Du hast beim Wettbewerbschange in der Schweiz mit einer pragmatischen Idee gewonnen. Ein Bürgerdienst für die Tretung der Lokaldemokratie. Der Nationalrat Marco Romano wollte sie in den Parlament Was ist passiert? Ich habe mich als Präsident des Jugendparlaments mit diesem Tool Ich Idee für den Bürgertienst Ich habe die meisten Stimmen der Jugendlichen der ganzen Schweiz bekommen. Ich durfte mit Marco Romano, Nationalrat des Sintesins, Vorschlag diskutieren. Er hat es aufgenommen und, so wie ich weiss, die Kommission eingebracht. Es aber nicht viel weiter. Deshalb habe ich die Initiative verstanden. Heute behauptet der Bundesrat, die Initiative stellt gute Fragen, aber das falsche Antwort. Du hast die Frage vor sechs Jahren schon gestellt. Was ist deine Reaktion? Ich finde es schade, dass der Bundesrat nicht mutig genug ist, um die Reform des Dienstpflichtsystems anzugehen. Wir haben Personalprobleme, wir Sicherheitsprobleme, wir sind nicht ausgerüstet auf diverse Herausforderungen, auf Klimawandel, auf äussere Bedrohungen, aber auch auf Cyberrisiken, wie auch auf zivile Bedrohungen. Wir stehen vor grossen Herausforderungen. haben Überalterung, haben Klimawandel, haben zu wenig Bestände im Militär- und Zivilschutz. Darum braucht es die Initiative, wir für diese Herausforderungen. Kontinuität statt Chaos. Was siehst im Schamfusen, das dich überzeugen hat, dass das Milizsystem reformiert werden In Schaffhausen? Einerseits engagiere ich mich in verschiedenen Organisationen, seit vielen Jahren. Ich sehe, dass es immer weniger Freiwillige gibt. Immer weniger Leute sind bereit, freiwillige Arbeit zu Dort braucht es einen neuen Funken, um diese Themen wieder aufzunehmen. Ich kann mich nicht konzentrieren. Wenn die da nebenan gingseln. Ich stelle dir noch eine Frage. Was siehst du konkret Schaffhausen, das dich überzeugt hat? das Milzsystem reformiert werden muss. In Gephus ist in vielen anderen Kantonen auch, dass viele Organisationen keine Freiwillige mehr finden für ihre Aufgaben. Das finde ich mega schade, weil ich mich schon sehr lange in diesen Organisationen Ich sehr viel gelernt, so viele coole Menschen kennenlernen Ich glaube, solche Situation würde dazu helfen, die Leute wieder merken, wie wichtig solche Organisationen sind, wie wertschöpfend so Erfahrungen sein Darum engagiere mich bei dieser Initiative. Gehen wir mal... über die verschiedenen Absurditäten, die es heute im Wien-System gibt. Die ernüchternde Zahl beim Zivilschutz. Zivilschutz soll die Bevölkerung bei Krisen schützen. Wie viele Personen fehlen heute? Du zahlst im Fernsehen? 12'000. Okay. Die Idee ist, du bisschen über den fehlenden Bestand redest. Seit Längerem haben wir das Problem, dass Personal... Beständ, dann blöd. Seit Längerem haben wir Problem, dass Personal fehlt, sowohl im Militär als auch im Zivilschutz. Das sind wichtige Organisationen, die für die Sicherheit des Landes da sind. Der Bundesrat hat es bis jetzt nicht zu Stand gebracht, tragfähige und langfristige Lösung zu finden, das Problem anzugehen. Es fehlen 12'000 Leute im Zivilschutz heute, die eigentlich da sein die Bevölkerung im Krisenfall Die haben wir heute nicht und das ist ernsthaft die Betreuung für das Leben unserer Bevölkerung. Die Rekrutierungslogik ist heute etwas absurd. Heute wird man für den Zivilschutz rekrutiert, nur wenn man untauglich ist militärisch. Was hältst du von dieser Logik? Ich finde es unlogisch, dass man militär untauglich sein im Zivilschutz zu unterstützen. Ich denke, sowohl die militärtauglichen als auch anderen, sonstige Kompetenzen haben, sind fähig, einen Beitrag an das Land Darum glaube ich, man neue Art braucht, jungen Menschen abzuklären. Ich finde das heutige Auswahlverfahren ein bisschen skurril. Wir über den Zivilschutz, denn das ist der, der am meisten ausgelagert hat. Zum Zivilschutz muss man untauglich eingestellt sein. Und für den Zivildienst muss man tauglich sein. Obwohl Zivilschutz eigentlich eine sehr wichtige Komponente der Sicherheit des Landes Warum sind dort noch untaugliche Personen, es schützen? Der zivile Schutz hat grosse Bedeutung für unser Land. sorgt dafür, dass die Bevölkerung geschützt wird. Darum macht es nicht sehr viel Sinn, dass nur Leute, die militär untauglich sind, aushelfen Ich glaube, gerade aufgrund von dessen, aber auch aufgrund von anderen skurrilen Vorkommnissen müssen wir die Auswahlverfahren anpassen an die heutige Zeit. Wir sind überzeugt, jeder und jede kann einen Beitrag an die Allgemeinheit leisten. Und darum braucht es ein neues System. Das System ist heute für Frauen besonders kafkaesk. Heute gibt es nur 84 Frauen im Zivilschutz. Und im Zivildienst hat es noch viel weniger. Wenn ich richtig denke, es acht Frauen, heute im Zivildienst sind. Weil sie ja sehr stauglich werden müssen für die Armee und dann gewissens Nachweis machen, dass sie nicht die Armee machen können aus gewissensrund. Wie sind wir da gelangt? Was denkst du davon? Wie würde die Initiative dann etwas daran ändern? Als Frau ist heute sehr unattraktiv, Dienst zu leisten. Wenn man Militärdienst leisten man als Frau alleine unter sehr vielen Männern. Das ist sehr unattraktiv. Ich glaube, gibt sehr viele Frauen, einen Dienst im Militär leisten Wenn es mehr Frauen gäbe, wenn es Frauenteams gäbe. Andererseits leisten Frauen... Zivildienst, der sehr mühsam ist. Man muss zuerst für tauglich erklärt werden, militärisch und dann einen Gewissenskonflikt anmelden, dass man in den Zivildienst kann. Ähnlich ist es beim Zivilschutz. Man muss zuerst als Militär untauglich gelten, dass man nachher keinen Zivilschutz Und darum haben es so wenige Frauen. Und ich glaube, einem Servicitorien, mit einem anderen Dienstpflichtsystem wäre es attraktiver für die Frauen, weil viel mehr Frauen in diesen Organisationen vertreten wären. Was passiert mit jungen Männern, die lieber sozial helfen würden, aber militär tauglich sind, aber vielleicht keinen gewissen Konflikt haben bezüglich Militär. Die müssen heute lügen. So junge Leute müssen heute lügen, dass sie über den Gewissenskonflikt nachher Zivildienst leisten Zivildienst ist auch ein sehr wichtiger Dienst, der sehr viel Gutes in diesem Land Wie würdest du den Unterschied zwischen dem heutigen System und dem System mit der Initiative beschreiben? In einfacher Formulierung. Wie würdest du das heutige System beschreiben? Was ist der Unterschied zwischen dem heutigen System und dem System, wenn die Initiative zustande kommt? Was ist der Unterschied zwischen dem jetzigen System und dem System, wenn die Initiative angenommen wird? Im Grundsatz geht es darum, man eine Regelung einführt, die die Bestände des Militäramts im Zivilschutz sichert, aber auch die Dienstformen ihrer Bedeutung anerkennt. Also dass alles Dienstarten sind, wichtig sind für das Land und dass man schaut, dass jeder und jede einen Beitrag zu den Gunsten der Allgemeinheit leisten Die verfassungsmässige Garantie, kannst du mal erklären, was es heisst für die Armee und den Zivilschutz? In der Initiative steht klar geschrieben, dass die Zollbestände des Militär- und Zivilschutzes gesichert sind. Das wäre ein bedeutender Fortschritt zu heute. haben seit Jahren sinkende Bestände im Militär- und Zivilschutz. Der Bundesrat als auch das Parlament findet keine Lösung, eine nachhaltige Alimentierung zu sicherstellen. Wir haben mit dem Service-Citoyen eine Lösung, die die Bestände sichert. Und was ändert sich konkret beim Rekrutierungsprozess? Im neuen System gibt es zuerst einen Fähigkeitscheck, also dass man schaut, ob jemand fähig ist, gewisse Dienstarten zu machen. Dann gibt es einen Präferenzcheck, bei jeder sagt, welchen Dienst er am liebsten machen möchte und am besten geeignet ist dafür. Dann gibt einen Bedarfcheck, bei man schaut, in welchen Einheiten es so viele Leute Dort wird besonders aufgesetzt, dass es Militär- und Zivil-Schutzgenehmigungen gibt. Was heisst für dich moderne Gesamtverteidigung im Jahr 2025 oder 2030, wenn ein effektives System ein Jahr kommt und aufgestellt wird? Für mich heisst moderne Gesamtverteidigung, wenn man sowohl auf militärische als auch auf zivile Risiken vorbereitet ist. Also militärisch, klassische, militärische Angriffe. die früher oftmals normal waren, heute zunehmend weniger werden. Und dass man auch auf andere Betreuungslagen wie z.B. Cyberrisiken, dass man auf die Klimaanpassung, Klimaveränderungen, Erdrutsch, Überschwemmungen, etc. Aber auch gesellschaftlich bedingte Veränderungen wie Überalterung oder z.B. fehlende Freiwilligen in wichtigen Organisationen. Der Armee ist schwächer oder stärker, Kritiker sagen, dass die Initiative der Armee schwächer Was ist deine Antwort? Das ist nicht der Fall. Die Armee wird sogar gestärkt durch die Initiative. Der Zollbestand ist in der Verfassung verankert. Die Zollbestände werden somit erfüllt werden. Man hat einen doppelt so hohen Pool an Leuten, die ins Militär gehen Das Militär kann zunehmend mit Leuten arbeiten. die auch ins Militär möchten und dort einen sinnvollen Dienst leisten wollen. Gehen wir mal nach Schaffhausen und Lokaldemokrasie. Gemeindekrise konkret. Was beobachtest du in Schaffhausen bei den Gemeinden? In Schaffhausen ist es in vielen anderen Gemeinden auch. Man sucht Leute für Gemeindräume, für gewisse Behördenfunktionen, aber auch in Vereinen oder in der Feuerwehr fehlen immer mehr Leute. Dort muss man etwas machen. Darum braucht es die Service-Citoyen Initiative eine neue Bewegung, neue Funktion, die die Zivilgesellschaft darauf aufruft, sich wieder zu engagieren, dass wir bereit sind, die Sicherheit in diesem Land zu garantieren und die Lebensqualität zu sichern. Und wie kann die Service-Citoyen helfen, junge Menschen für das Miliz-Aggressiv zu gewinnen? Ich glaube, jeder, der schon einmal einen Dienst geleistet hat, sei das in einer Med-Civil-Schule oder einer Zivil-Dienst-Konferenz oder sich freiwillig engagiert hat, weiss, wie wertstiftend so eine Arbeit ist, wie viele coole Leute man kennenlernt, wie viele Kompetenzen man erlernen ich glaube, dass der Service-Situator aufruft, dass jeder einen Beitrag zur Allgemeinheit leistet, wird so der Funken für freiwillige Arbeit langfristig neu empfacht. Ist der Service citoyen ein Bruch mit der Tradition oder eine Weiterführung? Der Service citoyen ist eine Weiterführung der bisherigen Tradition der Schweiz, die man sich gegenseitig unterstützt, die man sich für die Allgemeinheit fehlen zunehmend Leute in den Vereinen, aber auch im Militär, im Zivilschutz. Darum wollen wir etwas machen, damit man dort die Tradition weiterführen Oder ... Man müsste die Tradition aufhören und einem Berufsmilitär wechseln oder auch Gemeinden professionalisieren. Gehen wir zu den Bundesratargumenten. «Es sei zu viel.» «Zu viel, 70'000 pro Jahr ist über den Bedarf.» Was antwortest du davon? Seit mehreren Jahren merken wir, dass wir zu wenige Leute im Militär-, aber auch im Zivil-Schutz haben. Aber auch sehr vielen Organisationen fehlen freiwillige Leute. Und darum finde ich es relativ unlogisch, wenn man sagt, dass wir eine Lösung bieten, die Bestände zu sichern, mehr Freiwillige motivieren, Organisationen mitzumachen. Deshalb glaube ich nicht, dass wir zu viele Leute haben. Und selbst wenn, glaube ich, es gibt genug Arbeit in diesem Land, es gibt genug coole Projekte, die vorantreiben «Arbeitskraftmängel, die Wirtschaft wird geschwächt, behauptet der Bundesrat. Was ist deine Ansicht als Automechaniker?» Früher haben Männer noch viel länger Dienst geleistet und haben der Wirtschaft noch viel länger gefehlt. Anscheinend war es dort kein Problem, sonst hätten wir heute keine erfolgreiche Wirtschaft. Ich glaube nicht, dass das grosses Problem für die Wirtschaft Ich glaube, es wird sogar ein Benefit für die Wirtschaft weil die jungen Leute sehr viel Kompetenz, Selbstständigkeit und Führungsqualität sammeln können in solchen Dienstleistungen und haben nachher einen guten Netzwerk, bei sie das Leben lang davon profitieren Es sei zu teuer, es entstehen anscheinend mehr Kosten. Was sagst du dazu? Ich glaube das Einzige, was teuer werden ist wenn man die grossen Bedrohungslagen, die uns erwartet, nicht angehörend sei. Das militärische Bedrohungen, sinkender Bestand im Militär- und Zivilschutz, die nicht vorbereitet sind auf den Ernstfall. Aber auch verschiedenste Milizorganisationen, die heute kein Personal haben. die im schlimmsten Fall nicht bereit sind, einzugreifen oder wo man professionellisieren was sehr viel Geld kosten Aber auch beispielsweise Betreuungslagen wie Überalterungen oder Klimaanpassungen, grosse Überschwemmungen zeigen, dass sie extrem viel Geld kosten. Und ich glaube, dass der Service Citoyen eine Investition wäre, die sich langfristig sicher rendieren Miteinander für einander. Was heisst das für dich? Es bedeutet für mich, dass man dort unterstützt, wo es Hilfe braucht. Zum Beispiel in Organisationen oder Vereinen, wo man anpacken wo man am Mittag leisten kann, zu der Allgemeinheit. Das habe ich schon seit vielen Jahren in verschiedenen Organisationen gemacht und sehr viel davon profitieren Ich erkläre es ein bisschen. Was sind so deine persönlichen Beispiele? Was hast du für Dienst geleistet? Ich habe für Dienst geleistet, ja. Ich habe Militärdienst gemacht und sehr viele tolle Erfahrungen sammeln und mich persönlich weiterentwickeln Ich später fast zehn Jahre lang Jugendarbeit gemacht und sehr viele coole Leute kennenlernen mit ich bis heute eine gute Freundschaft mit ihnen habe. Ich habe später in verschiedenen Naturorganisationen mitgeholfen und unter anderem bei Themen wie Naturschutz, Biodiversität mithelfen Das hat mich persönlich sehr viel weitergebracht, hat mir tolle Kontakte mit super Leuten beschert. und ich kann es jedem nur ernsthaft herzlichen. Schlussbotschaft. Gerade vor der Wahl diejenigen, die noch nicht ihr Bild ausgefüllt haben. Was sagst du ihnen? Wenn man die Schweiz heute gründen würde, wäre der Service heute die einzige logische Option, wie man unser Dienstpflichtsystem ausgestalten
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